Junior-Wasserretter

Erkundung der Tauchgeräte

Von den ersten Schwimmbewegungen bis zum Rettungsschwimmer, Bootsführer oder Taucher ist es ein weiter Weg. Um die Kinder und Jugendlichen auf eine mögliche spätere Tätigkeit im Wasserrettungsdienst vorzubereiten, hat die Wasserwacht Bayern das Konzept des Junior-Wasserretters entwickelt. In verschiedenen Altersstufen erhalten die Nachwuchs-Wasserwachtler schon frühzeitig eine zielgruppengerechte Schulung in verschiedenen Themenbereichen des Wasserrettungsdienstes. So kann bereits ein jugendlicher Wasserwachtler über einen beachtlichen Wissensschatz verfügen.

Neben den Schwimmfertigkeiten, die im Rahmen eines wöchentlichen Trainings erlernt und geübt werden und natürlich das Kernelement der Jugendarbeit bilden, lenkt die Wasserwacht den Fokus auch zunehmend auf weitere Aspekte. Erste Hilfe, Knotenkunde, Rettungsgeräte, Naturschutz - die Variationsmöglichkeiten des Junior-Wasserretters sind ebenso vielseitig wie der "echte" Wasserrettungsdienst. Der pädagogische Anspruch der Wasserwacht-Jugendarbeit sorgt für eine optimale Abstimmung von Spiel, Spaß und Ausbildung. Wochenendfreizeiten mit Übernachtung bieten ein passendes Umfeld, um Ausbildungsinhalte zu behandeln, die im Schwimmbad nicht durchführbar sind.

Damit sollen die Kinder und Jugendlichen einen möglichst umfassenden Einblick in alle Fachbereiche der Wasserwacht erhalten und über das Element des Rettungsschwimmens eine lebenswichtige Kernkompetenz erwerben. Nach Abschluss der dritten Ausbildungsstufe können die jugendlichen Wasserwachtler als fachkundige Helfer bei Wachdiensten und Absicherungen mitwirken, werden aber bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres nicht in verantwortlicher Position eingesetzt. Durch die umfassende Junior-Wasserretter-Ausbildung, die sich in den drei Altersstufen auf immer weitere Inhalte ausdehnt, werden die Grundlagen geschaffen, dass aktive Jugendliche schließlich als qualifizierte Einsatzkraft tätig sein können.

Ausbildungsinhalte Stufe I

  • Juniorhelfer (u.a. Pflasterverband, Notruf, Bewusstlosigkeit)
  • Deutsches Jugendschwimmabzeichen Gold
  • Rotkreuz-Einführung
  • Vorstellung von Rettungsgeräten
  • Naturschutz
  • Knotenkunde (Achtknoten und Kreuzknoten)
  • Flossenschwimmen (inkl. Theorie zur Flossenkunde)
  • Praktische Grundlagen des Rettungsschwimmens
  • Schwimmfertigkeiten (u.a. Brust- und Rückenbrustschwimmen)

Ausbildungsinhalte Stufe II

  • Erste-Hilfe-Kurs
  • Umgang mit Rettungsgeräten
  • Verhalten im Wachdienst und in der Öffentlichkeit
  • Naturschutz
  • Knotenkunde (u.a. Webeleinstek, Palstek, Schotstek)
  • Schnorchelabzeichen
  • Deutschs Rettungsschwimmabzeichen Bronze
  • Praktische Grundlagen des Rettungsschwimmens
  • Schwimmfertigkeiten (u.a. Kraulschwimmen, "hohe Wende")

Ausbildungsinhalte Stufe III

  • Umgang mit Rettungsgeräten
  • Rechte, Pflichten und Versicherungen in der Wasserwacht
  • Fachdienst Wasserrettung
  • Knotenkunde (u.a. Stopperstek, Belegen einer Klampe mit Kopfschlag)
  • Praktische Grundlagen des Rettungsschwimmens
  • Deutsches Rettungsschwimmabzeichen Silber
  • Gestaltung einer Gruppenstunde und Organisation eines Spiels
  • Schwimmfertigkeiten (u.a. Beherrschen von vier Techniken, Strecken- und Tieftauchen, Schwimmen mit ABC-Ausrüstung)